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| Der Lussari Berg ist ein Schmuckstück unvergleichbarer Schönheit, von wo das Auge eine wunderbare Naturszenerie von hohen majestätischen Bergspitzen bewundern kann. Außer ein Ort von naturalistischem Interesse, ist er auch ein Wallfahrtsort, der drei etnische Gruppen vereint, die Slawen, die Italiener, die Deutschen. Schon im 16.Jhdt. war der Berg Ziel der Pilger der drei Völker; heute kann man ohne Zweifel von einem europäischen Wallfahrtsort sprechen. | ![]() |
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| Nach einer alten Legende verlor im Jahre 1360 ein Hirte aus Camporosso auf dem Lussariberg seine Schafe, jedoch fand er sie bald danach knieend um einen Latschenkieferstrauch. Mit großem Erstaunen bemerkte er im Zentrum des Strauches eine Madonnenstatue mit dem Jesukind. Er nahm sie, brachte sie in das Tal und übergab sie dem Pfarrer von Camporosso. Am nächsten Morgen wurde die Statue der Madonna mit Kind wieder auf dem Lussari gefunden inmitten des Strauches, mit den Schafen ringsum knieend.Diese Episode wiederholte sich noch ein drittes Mal. Der Pfarrer von Camporosso informierte daraufhin den Patriarchen von Aquileia von den Geschehnissen; der Patriarch von Aquileia befahl, an dem Fundort der Madonnenstatue, eine Kapelle zu bauen. Von der urspünglichen Kapelle gibt es keinerlei Spuren mehr; im Jahre 1500 wurde sie durch den jetzigen Chorstuhl und dem Gewölbe, alles aus Stein, ersetzt. Im Jahre 1760 feierten die slowenischen Gläubigen die 400 Jahre des Wallfahrtsortes. Im Jahre 1786 verbot Kaiser Josef II. von Österreich jegliche religiöse Zelebration im Inneren der Kirche. Sie wurde geschlossen, alle sakralen Elemente vom Innenraum entfernt und die Wallfahrten verboten. Jedoch schon im Jahre 1790 annullierte der Nachfolger Josef II, sein Bruder Leopold, das Verbot; die Madonna konnte so in ihr Heim auf den Monte Lussari zurückkehren. Im Jahre 1807 zerstörte ein Blitz den Holzteil der Kirche: in kurzer Zeit jedoch erbauten fleißige Gläubige die Kirche und erweiterten sie.
Im Jahre 1915 verlief die Front des 1. Weltkrieges direkt beim Wallfahrtsort. Am 16. Sept. wurde die Kirche, mittels einer Bombe auf dieselbe abgefeuert, durch einen Brand zerstört. Auf Anordnung des Pfarrers Pater Pius wurde die Statue vom Kustos der Kirche Giovanni Kravina in das Tal, in Sicherheit gebracht. Vom Pfingsttag bis zum Monat Juli wurde sie im Pfarrhaus von Camporosso verwahrt. Später wurde sie nach Villach, Klagenfurt und Marburg in die Basilika der Madonna der Grazien gebracht. Im September 1920 brachte man die Statue in die Kirche der Pilger des Heiligen Kreuzes nach Dravograd. Im August des folgenden Jahres konnte sie endlich nach Camporosso zurückkehren. Am 24. Juni 1925 kehrte sie in das, in der Zwischenzeit neuerbaute, Kirchlein auf dem Berg zurück. Auch während des 2. Weltkrieges blieb die Wallfahrtskirche geschlossen. Die Jungfrau Maria aber fand neuerdings Zuflucht im Pfarrhaus von Camporosso, wo sie von August 1943 bis 11. August 1945 verblieb, Datum des 11. August 1945, an dem sie wieder in ihr zuHause auf dem Berg kehrte. Im Jahre 1960 feierte man das 600 jährige Bestehen der Wallfahrtskirche. Aus diesem Anlaß wurde die Kirche restauriert und viele Erneuerungen der Häuser um die Kirche hatten ihren Anfang. Die wichtigste Restaurierung fand aus Anlaß des Jubiläumsjahres 2000 statt. Bei dieser Gelegenheit sind beachtliche Maßnahmen zur Erhaltung des Wallfahrtsortes getroffen worden. Das Pfarrhaus wurde komplett renoviert. Der Lussari ist für die slowenische Bevölkerung immer ein Wallfahrtsort par excellence gewesen. Das Kircheninnere beherbergt wertvolle Gemälde, Werke vom slowenischen Maler Tone Kralj. Unter diesen Werken sind die Darstellung der Madonna Trösterin der Betrübten, die Verkündigung, die Flucht nach Ägypten, Jesus als Zwölfjähriger im Tempel, Maria im Gebet unter dem Kreuze, die Krönung der Jungfrau. Die Pilgerfahrten beginnen im Sommer im Juni und enden am ersten Sonntag im Oktober. |
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